Palmöl ist umstritten und in aller Munde

 Uns ist bewusst, dass der Einsatz von Palmöl im Moment sehr umstritten ist. Im Moment  wird uns von allen Seiten vermittelt wird, wie schlecht Palmöl ist aber das liegt nicht an dem wundervollen Öl sondern an unserem Umgang damit.

Wir haben uns bereits vor Jahren bewusst  für den Einsatz von Fair Trade Bio Palm- und Palmkernöl in einigen unserer Seifen entschieden weil Palm- und Palmkernöle wunderbar  Haut pflegende Öle sind, welche  aufgrund ihres besonderen Fettsäurenprofils hervorragend für die Naturseifenherstellung und die Kosmetik geeignet sind. Mit 44% Palmitinsäure ist  Palmöl ist das einzige Öl mit einem derart hohen Anteil an Palmitinsäure, welche die Hautbarriere unterstützt und so  vor äußeren Einflüssen schützt. Palmöl macht die Seife zudem hart und sorgt dafür, dass sie bei häufiger Verwendung nicht weich wird und somit länger hält. Es macht die Seife pflegend und gibt ihr eine angenehm glatte Textur.

 

 

Im Gegensatz dazu ist Palmöl mit 80% gesättigter Fette für eine gesunde und ausgewogene Ernährung und unser Herz-Kreislaufsystem weniger geeignet.

Trotzdem landen 68% des weltweit gewonnenen Palm- und Palmkernöls auf unseren Tellern. Palmöl ist in Fertiggerichten, Schokolade, Schokoaufstrichen, Fast-Food , Keksen, Frittierfett,  Margarine div. Aufstrichen usw. enthalten.   https://de.wikipedia.org/wiki/Palm%C3%B6l#Verwendung

Es findet in der Futtermittel-, Chemie- und Pharmaindustrie Verwendung und wird in Millionen Tonnen im Biokraftstoff verarbeitet!!! 

  

Kein Palmöl ist auch keine Lösung

Die nachfolgende Tabelle zeigt ganz genau, dass ein völliger Verzicht auf Palmöl, bei weltweit gleichbleibendem Bedarf an Fetten und Ölen, kontraproduktiv wäre, denn Ölpalmen sind weltweit die Pflanzen mit dem höchsten Ertrag pro Ha .

 

Ertrag verschiedener Ölpflanzen im Vergleich:

 

 

Tonnen pro Jahr

Pflanze

 

pro Hektar Anbaufläche

Palmöl

 

3,5-5

Kokos

 

0,7

Avocado

 

2,2

Raps

 

1,5-2

Soja

 

0,3

Raps

 

1

Olive

 

 

 Die Angaben für diese Tabelle haben wir https://de.wikipedia.org/wiki/Biodiesel/Liste_der_%C3%96lpflanzenertr%C3%A4ge

 

Würde man also den Jahresverbrauch von Palmöl und Palmkernöl z.B. durch  AVOCADOÖLersetzen, dann hätte das  nicht nur eine  Verdoppelung der benötigten Anbaufläche  sondern auch  einen immensen Anstieg des Wasserverbauches zur Folge.  ( 1kg Avocado 1.000 Liter)

Der Umstieg auf Kokosöl, welches ähnliche Eigenschaften in der Einsetzbarkeit besitzt, würde den Flächenverbrauch um etwa das 5-Fache ansteigen lassen und zusätzlich den Ausstoß der Treibhausgasemissionen um etwa 308 Millionen Tonnen erhöhen.

 

ALTERNATIVEN und LÖSUNGSANSÄTZE

 

Die Lösung kann neben der grundsätzlichen Sparsamkeit im Umgang mit natürlichen Ressourcen nur darin liegen, den Anbau der Ölpalme so schonend und umweltverträglich wie möglich zu gestalten.

 Sogar der WWF vertritt die Meinung, dass ein Palmöl-Boykott keinen Sinn macht und tritt dafür ein, dass großen Unternehmen, vor allem aus der Lebensmittellindustrie, auf nachhaltiges und zertifiziertes Palmöl umsteigen (Quelle: WWF, speziell WWF Palmöl-Factsheed

 https://science.orf.at/stories/2850083/

 

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