Palmöl ist umstritten und in aller Munde

 

Uns ist bewusst, dass der Einsatz von Palmöl im Moment sehr umstritten ist. Seit Jahrzehnten totgeschwiegen, wird uns im Moment  von allen Seiten vermittelt wird, wie SCHLECHT Palmöl ist,  aber wir haben uns bereits vor Jahren bewusst  für den Einsatz von Fair Trade Bio Palm- und Palmkernöl in einigen unserer Seifen entschieden.

 

Nachfolgend möchten wir euch ein  paar Hintergrundinformationen liefern.

 Jeder kann dann selbst für sich entscheiden, ob und wo er in Zukunft Palmöl konsumieren möchte, denn natürlich haben wir auch Palmöl freie Seifen in unserem Programm-.

 

 Über das Palmöl

Palm- und Palmkernöle sind wunderbar  Haut pflegendem Öle welche  aufgrund ihres besonderen Fettsäurenprofils hervorragend für die Naturseifenherstellung und die Kosmetik geeignet sind. Mit 44% Palmitinsäure ist  Palmöl ist das einzige Öl mit einem derart hohen Anteil an Palmitinsäure, welche die Hautbarriere unterstützt und so  vor äußeren Einflüssen schützt. Palmöl macht die Seife zudem hart und sorgt dafür, dass sie bei häufiger Verwendung nicht weich wird und somit länger hält. Es macht die Seife pflegend und gibt ihr eine angenehm glatte Textur und genau deshalb haben wir uns Deshalb haben uns bewußt für den einsatz von Fair Trade Bio Palm- und Palmkernöl entschieden

 

Im Gegensatz dazu ist Palmöl mit 80% gesättigter Fette für eine gesunde und ausgewogene Ernährung und unser Herz-Kreislaufsystem weniger geeignet.

Trotzdem landen 68% des weltweit gewonnenen Palm- und Palmkernöls auf unseren Tellern. Palmöl ist in Fertiggerichten, Schokolade, Schokoaufstrichen, Fast-Food , Keksen, Frittierfett,  Margarine div. Aufstrichen usw. enthalten. 

 Es findet in der Futtermittel-, Chemie- und Pharmaindustrie Verwendung und wird in Millionen Tonnen im Biokraftstoff verarbeitet!!! 

 

 

Es macht in meinen Augen keinen Sinn, ganz auf Palmöl zu verzichten - ein völliger Verzicht - und damit ein Boykott - trifft am Ende auch die Bauern, die nachhaltig und bio-zertifiziert wirtschaften. Vielmehr müssen dringend auch im konventionellen Bereich Nachhaltigkeitsstandards etabliert, umgesetzt und kontrolliert werden.

Kein Palmöl ist auch keine Lösung

Die nachfolgende Tabelle zeigt ganz genau, dass ein völliger Verzicht auf Palmöl, bei gleichbleibender Nachfrage an Fetten und Ölen, kontraproduktiv wäre. genau das Gegenteil bewirken würden, denn Ölpalmen sind weltweit die Pflanzen mit dem höchsten ERtrag pro Ha .

 

Ertrag verschiedener Ölpflanzen im Vergleich:

 

 

Tonnen pro Jahr

Pflanze

 

pro Hektar Anbaufläche

Palmöl

 

3,5-5

Kokos

 

0,7

Avocado

 

2,2

Raps

 

1,5-2

Soja

 

0,3

Raps

 

1

Olive

 

 

 Die Angaben für diese Tabelle haben wir https://de.wikipedia.org/wiki/Biodiesel/Liste_der_%C3%96lpflanzenertr%C3%A4ge

 

Würde man also den Jahresverbrauch von Palmöl und Palmkernöl z.B. durch  AVOCADOÖLersetzen, dann hätte das  nicht nur eine  Verdoppelung der benötigten Anbaufläche  sondern auch  einen imensen Anstieg des Wasserverbauches zur Folge.  (1kg Tomaten brauchen ca. 180Liter Wasser, 1kg Avocado 1.000 Liter)

 

Die Lösung kann neben der grundsätzlichen Sparsamkeit im Umgang mit natürlichen Ressourcen nur darin liegen, den Anbau der Ölpalme so schonend und umweltverträglich wie möglich zu gestalten. In entsprechender Weise angebaut kann die Ölpalme, die jetzt schon als Nahrungsgrundlage in vielen Ländern unverzichtbar ist und die Lebensgrundlage vieler Kleinbauern bildet, sogar Mittel zur Armutsbekämpfung sein.

 . Alternativen und Lösungsansätze

 https://de.wikipedia.org/wiki/Palm%C3%B6l#Verwendung

Durch den h Ertrag der Palmölplantagen von etwa 3,3 Tonnen pro Hektar und Jahr ist Palmöl, aus Sicht der Vermeidung von Flächenverbrauch, sehr vorteilhaft. Der Umstieg auf andere Öle und Fette gestaltet sich daher schwierig und müsste zu einem großen Teil auf Kokosöl, welches ähnliche Eigenschaften in der Einsetzbarkeit besitzt, erfolgen. Dies würde den Flächenverbrauch um etwa das 5-Fache ansteigen lassen, und zusätzlich den Ausstoß der Treibhausgas-Emissionen um etwa 308 Millionen Tonnen erhöhen.

Ausgenommen in der Verwendung zur Herstellung von Biodiesel gibt es somit nicht viele umwelt-schonendere Alternativen zu Palmöl.

Jedoch könnten in Deutschland 50 % des Palmöles eingespart werden, würde es nicht mehr als Grundstoff für Biodiesel verwendet und, wo es weiterhin einfach möglich ist, durch Öle aus der nationalen Landwirtschaft ersetzt werden. Im Jahr 2016 wurden 41 % des nach Deutschland importierten Palmöls nach Umwandlung in Biodiesel als Kraftstoff verwendet.[28] Wikipedia

 

Auf Palmöl verzichten?

Doch Palmkernöl per se abzulehnen scheint insgesamt wenig zielführend. Schließlich kann mit der Ölpalme auf verhältnismäßig geringer Fläche mit überschaubarem Aufwand ein vergleichsweise hoher Ertrag erzielt werden.

https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/produkte-aus-der-landwirtschaft/palmoel/

https://de.wikipedia.org/wiki/Palm%C3%B6l#Verwendung

 

 

Nachtrag 03.01.2015
Auch der WWF vertritt die Meinung, dass ein Palmöl-Boykott keinen Sinn macht und tritt dafür ein, dass großen Unternehmen, vor allem aus der Lebensmittellindustrie, auf nachhaltiges und zertifiziertes Palmöl umsteigen (Quelle: 
WWF, speziell WWF Palmöl-Factsheed

 https://science.orf.at/stories/2850083/

20.06.2017 - Auch aus ökologischer Sicht ist Kokosöl keine gute Alternative zu Palmöl. Der Ertrag von Kokospalmen ist wesentlich geringer als jener voaus ökologischer Sicht ist Kokosöl keine gute Alternative zu Palmöl. Der Ertrag von Kokospalmen ist wesentlich geringer als jener von 

..